• Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

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    „Rassismus? …hier doch nicht?!“

    „Dagegen! ...und dann?!"-Workshoptagung der Mobilen Beratungsteams im Rheinland für Engagierte und Interessierte zum Erfahrungs- und Ideenaustausch am 20. September im NS-Dokumentationszentrum, Köln

    Ist von Rassismus die Rede, so denken viele Menschen an Beleidigungen, gewalttätige Übergriffe oder an Neonazi-Propaganda. Oft wird dabei ausgeblendet, dass Rassismus Ausdruck eines gesellschaftlichen Machtverhältnisses ist, das sich auch in alltäglichen Situationen, in Sprache und institutionellem Handeln widerspiegelt. Stellungnahmen und Kampagnen gegen Rassismus allein lösen dieses Verhältnis nicht auf. Der rassismuskritische Blick auf das eigene Handeln bzw. die eigene Organisation ist sinnvoll und notwendig. Denn rassistische Verhältnisse können sich überall unbewusst reproduzieren und wirken sich auf die Menschen aus, die damit konfrontiert sind.

    Daher wollen wir uns im Rahmen unserer diesjährigen Workshoptagung mit den verschiedenen Dimensionen von Rassismus beschäftigen sowie Raum und Möglichkeit schaffen, sich explizit mit den eigenen Strukturen und Vorgehensweisen kritisch auseinanderzusetzen.

    Welches Verständnis von Rassismus bringen wir mit? Wie vielfältig ist die eigene Organisation oder das eigene Bündnis aufgestellt? Werden die Positionen von Menschen mit Rassismuserfahrungen berücksichtigt? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus und was bedeuten diese für das eigene Handeln?

    Auch in diesem Jahr lädt die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus wieder Akteur*innen aus Initiativen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden, Bildungseinrichtungen, Politik und Verwaltung zur Workshoptagung ein, auf der wir gemeinsam diskutieren und uns austauschen wollen.
     

    Programm

    13:30 Uhr Anmeldung & Ankommen
    13:45 Uhr Begrüßung
    14:00 Uhr Lesung und Interview mit Sami Omar
    15:00 Uhr Pause mit Fingerfood 
    15:30 Uhr Workshop-Phase
    18:00 Uhr Gemeinsamer Abschluss und Ausklang
    18:30 Uhr Ende der Veranstaltung

    Lesung – "Sami und die liebe Heimat – 18 Artikel gegen Gleichgültigkeit und Rassismus" 

    Sami Omar (Autor, Sprecher, Moderator)

    Sami Omar schreibt klug und mit feinem Humor über Rassismus-Fragen und die Sehnsucht nach ethischer und kultureller Selbstbestimmtheit in einer Gesellschaft, die den Wert ihrer Vielfalt oft verkennt. Der Kölner Autor und Moderator spricht deutschlandweit über Rassismus und Diskriminierung und schreibt hierzu für print- und Online-Medien. Im Jahr 2018 erschien sein Buch "Sami und die liebe Heimat  18 Artikel gegen Gleichgültigkeit und Rassismus", aus dem er lesen wird. 

    Workshops

    I. Das Problem sind immer die Anderen! Rassismus verstehen und ihm angemessen begegnen

    Anne Broden (Bildung und Beratung in der Migrationsgesellschaft)

    Frei nach dem Motto „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie" werden wir uns in diesem Workshop zunächst durch einen rassismustheoretischen Vortrag intensiv dem Thema in seinen historischen Bezügen (Kolonialzeitalter, Nationalsozialismus, aktuelle Entwicklungen) nähern und die unterschiedlichen Facetten (individueller, institutioneller/struktureller und diskursiver Rassismus) beleuchten. Besonders die Verstrickungen der Individuen in problematische Diskurse und gewaltvolles institutionelles Handeln werden dabei beleuchtet. Nach dem Input wird ausreichend Zeit zur Diskussion der theoretischen Grundannahmen bestehen, um darauf aufbauend über eine sinnvolle politische Arbeit gegen Rassismus zu diskutieren.

    II. Rassismuskritische Haltung in der politischen (Bildungs-)Arbeit

    Christina Moises (Anti-Rassismus Informations-Centrum ARIC-NRW e.V.)

    Die Bearbeitung von Rassismus bedarf einer stetigen rassismuskritischen Auseinandersetzung mit der eigenen (professionellen) Haltung und Verhaltensweisen. Dabei ist es notwendig sich mit ausgrenzenden Mechanismen, Privilegien und der Eigenverantwortung auseinanderzusetzen. In diesem Workshop wollen wir einen rassismuskritischen Blick auf die eigene individuelle Handlungspraxis werfen sowie Handlungsstrategien für eine rassismuskritische Positioniertheit erarbeiten. Wir werden uns den Fragen widmen: Wo taucht Rassismus im eigenen und beobachteten Handeln auf? Was kann ich durch meine Positioniertheit übersehen und worin liegen Chancen? Wie kann ich meine inhaltlich-politische Positionierung nutzen, um im Sinne des Power Sharings, Selbstermächtigung und Selbstbestimmung zu teilen und als Verbündete*r solidarisch zu agieren?

    III. Empowerment-Workshop für Aktivist*innen

    Sandra Karangwa (Antidiskriminierungsbüro (ADB) Köln / Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. Integrationsagentur – Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit)

    Empowerment als Konzept und Ansatz für Menschen, die Rassismuserfahrungen machen, hat in den letzten Jahren im rassismuskritischen Diskurs immer mehr Anwendung erfahren. Ein geschützter Rahmen, um unter Ausschluss von Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft in den Austausch zu gehen ist dazu notwendig. Insbesondere Menschen, die sich in hauptberuflichen und aktivistischen Kontexten mit rassistischen Strukturen befassen, brauchen Räume, in denen sie mal durchatmen oder auch mal die Luft rauslassen können. Dieser Workshop lädt dazu ein, sich methodisch mit der eigenen Haltung zu beschäftigen und möchte außerdem zu einem Erfahrungsaustausch über das eigene Tätigkeitsgebiet anregen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Wahrnehmung der körperlich abgespeicherten Erfahrungen und der Frage liegen, wie ein guter Umgang damit möglich ist. Daher seid Ihr herzlich eingeladen in gemütlicher Kleidung zu kommen.

    IV. Institutioneller Rassismus – schwerer zu erkennen, besser zu bekämpfen?

    Ralf Berger (PHOENIX Köln e.V. / Allerweltshaus)

    In diesem Workshop wollen wir gemeinsam verborgene Formen von Rassismus, die von Institutionen ausgehen und durch Gesetze und Vorgehensweisen angewendet werden, sichtbar machen. Dazu werden wir die Blickwinkel wechseln und uns in Lebensrealität begeben, die den meisten unbekannt sein dürften. Geschichte und Funktion des institutionalisierten Rassismus werden anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Epochen erhellt. Schließlich wollen wir gemeinsam mögliche Formen von Widerstand dagegen durchspielen und diskutieren. Wir wünschen uns einen lebendigen Workshop, in den sich möglichst viele Teilnehmer*innen aus Initiativen und zivilgesellschaftlichen Organisationen mit ihren Erfahrungen und Einschätzungen einbringen können/wollen.

    Anmeldung

    Um verbindliche Anmeldung mit folgenden Angaben (ggfs. Bündnis/Institution | Name, Vorname | PLZ, Ort | E-Mail) per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten. Die Anmeldefrist endet am Freitag, 06. September 2019. Die Teilnahme ist kostenfrei!

    Veranstaltungsort

    NS-Dokumentationszentrum

    der Stadt Köln (EL-DE-Haus)

    Appellhofplatz 23-25

    Anfahrt mit Bus und Bahn:

    Das NS-Dokumentationszentrum ist am schnellsten und einfachsten per Bahn und U-Bahn zu erreichen. Vom Kölner Hauptbahnhof beträgt der Fußweg über die Komödienstraße etwa fünf Minuten. Die U-Bahn-Haltestelle Appellhofplatz (Linien 3, 4, 5, 16 und 18) liegt unmittelbar vor dem Haus. Bitte den Ausgang "Appellhofplatz/Schwalbengasse" benutzen.

    Anfahrt mit dem Auto:

    Bei Anreise mit dem Auto können vergünstigte Parkplätze (3 €) im Dumont Carré (Breite Straße 80-90, 50667 Köln) genutzt werden.

    „Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“

    8. Mai Mahn- und Gedenkveranstaltung

    8. Mai: Der Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus mahnt

    Für ein friedliches und solidarisches Miteinander

    Vor 74 Jahren endete mit dem durch die Alliierten erzwungenen Kriegsende in Deutschland die Regierungsmacht der faschistischen NSDAP. Unvorstellbares, noch immer nachwirkendes Leid sind die Folgen dieser 12jährigen Schreckenszeit. Deshalb ist das Datum des Kriegsendes, der 8. Mai 1945 das Datum des Tages der Befreiung von Krieg und Faschismus. Die Gräber der Wuppertaler Bombenopfer, der Kriegsgefangenen und der polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Norrenberg sind Zeugnis und ständige Mahnung aus dieser Zeit.
    Niemals dürfen wir vergessen, zu welchen Verbrechen Politik fähig sein kann. Nach wie vor sind Mahnung und Wachsamkeit erforderlich gegen neofaschistische und rassistische Umtriebe in unserer Gesellschaft.

    Mittwoch, 8. Mai 2019 – 17 Uhr
    auf dem Friedhof Norrenberg,
    Theodor-Fontane-Str. 52,
    Wuppertal-Heckinghausen

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    Kein Naziaufmarsch am 20.04.2019

    Info- und Mobilisierungsveranstaltung 17. April 2019 19:00 Uhr Färberei Wuppertal-Oberbarmen, Peter Hansen Platz 1

    Was tun gegen den Naziaufmarsch am 20. April 2019?!

    Nie wieder Krieg - nie wieder Faschismus
    Ostermarsch meets Antifa!

    Mobilisierungsveranstaltung gegen den Naziaufmarsch

    Wir wollen über die Nazistrukturen in Dortmund und Wuppertal reden, haben einen Überlebenden der Leningrader Blockade und eine Aktivistin aus der jüdischen Kultusgemeinde eingeladen, wir erklären, was der Ostermarsch mit Antifaschismus zu tun hat und hören von Erfahrungen des antifaschistischen Kampfes in den 60iger und 70iger Jahren in Wuppertal, schließlich werden wir unser Aktionskonzept für den 20. April vorstellen und die Namensschilder für die Wuppertaler NS-Opfer basteln.

    Unsere Gäste:

    Jana - Antifaschistin aus Dortmund - Zu ihren Erfahrungen im Kampf gegen die Dortmunder Nazis

    Michail Barskij, Überlebender der Leningrader Blockade (1941-1944) - Zeitzeugengespräch

    Ruth Yael Tutzinger - Erfahrungen mit Antisemitismus in Wuppertal

    Jürgen Schuh, ehemaliger Kreisvorsitzender der DKP Wuppertal,- Der Kampf gegen die Nazis in den 60 und 70 iger Jahren

    Ostermarsch meets Antifa? Was hat der Ostermarsch mit Antifaschismus zu tun?

    Vorstellung des Aktionskonzepts

    Bastelstunde für die 3.300 Namenschilder

    Flyer_Ostermarsch-Wuppertal-2019_2-seitig_1.jpg

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      • Kontakt

        Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
        Bendahlerstraße 29
        42285 Wuppertal

        Tel.: 0202/563-2759
        Fax: 0202/563-8178

      • Folge uns