• Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

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  • Pressemitteilung: „Flucht 1945 / Flucht 2016“ – Zeitzeugen gesucht

Pressemitteilung: „Flucht 1945 / Flucht 2016“ – Zeitzeugen gesucht

Die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz sucht für ein Projekt zum Thema „Flucht“ Wuppertaler Seniorinnen und Senioren mit eigener Flucht- und Vertreibungsgeschichte sowie Flüchtlinge verschiedenster nationaler Herkunft, die im Wuppertal leben, sowohl Menschen, die schon länger hier leben als auch aktuell neu angekommene Geflüchtete, die bereit sind ihre Geschichten zu erzählen.

Das Thema Flucht wird derzeit breit und kontrovers diskutiert. Besonders die Frage „Schaffen wir das?“ wird immer wieder gestellt. Die Frage „Wie schaffen das die Geflüchteten?“ stellt kaum jemand. Was bedeutet Flucht für die Betroffenen? Welche Gründe sind es, die Menschen zur Flucht treiben? Werden Fremde willkommen geheißen oder sehen sie sich Anfeindungen der ansässigen Bevölkerung gegenüber? Wie finden sich Geflüchtete im neuen Lebensumfeld zurecht? Wie lange dauert es, sich angekommen (und im Idealfall sogar integriert) zu fühlen?

Die Wuppertaler Initiative will mit ihrem Projekt „Flucht 1945 / Flucht 2016“ herausfinden und vergleichen, was Flucht damals und heute für die Betroffenen bedeutet hat beziehungsweise bedeutet. Geplant ist, eine Ausstellung und verschiedene Veranstaltungsformen zu entwickeln, die Antworten auf die Frage geben, welche Auswirkungen Flucht auf die Menschen damals und heute hatte beziehungsweise hat.

Um diese Fragen zu beleuchten, sucht die Wuppertaler Initiative Seniorinnen und Senioren mit eigener Fluchtgeschichte. Heute kaum noch im Bewusstsein ist, dass es in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg in Westdeutschland die größte Flüchtlingszuwanderung in die Bundesrepublik gab: Millionen von Menschen, die vor dem Krieg geflohen waren beziehungsweise vertrieben wurden, sind damals im Westen des Landes angekommen. Oft waren sie, wie Flüchtlinge heute, in den Regionen, die sie nach oft unvorstellbaren Strapazen erreicht hatten, Anfeindungen und Vorurteilen ausgesetzt.

Zudem werden Flüchtlinge verschiedenster nationaler Herkunft, die schon länger in Wuppertal leben sowie Geflüchtete, die aktuell hier angekommen sind gesucht, ihre Geschichten zu erzählen.

Diese werden in Form einer Ausstellung dokumentiert, die Ende des Jahres in Wuppertal gezeigt werden soll. Neben der Ausstellung sollen Begegnungen sowohl unter den Geflüchteten als auch zwischen Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung und den Erzählerinnen und Erzählern ihrer Geschichten ermöglicht werden.
Wer bei diesem Projekt mit dabei sein möchte, mehr darüber erfahren will und wer eventuell Bilder oder Erinnerungsstücke seiner Fluchtgeschichte beisteuern kann, wendet sich bitte an die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon 5632759) Ansprechpartner dort sind Sebastian Goecke und Oliver Schulten.

    • Kontakt

      Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
      Bendahlerstraße 29
      42285 Wuppertal

      Tel.: 0202/563-2759
      Fax: 0202/563-8178

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