• Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

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  • 8. Mai Mahn- und Gedenkveranstaltung

8. Mai Mahn- und Gedenkveranstaltung

8. Mai: Der Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus mahnt

Für ein friedliches und solidarisches Miteinander

Vor 74 Jahren endete mit dem durch die Alliierten erzwungenen Kriegsende in Deutschland die Regierungsmacht der faschistischen NSDAP. Unvorstellbares, noch immer nachwirkendes Leid sind die Folgen dieser 12jährigen Schreckenszeit. Deshalb ist das Datum des Kriegsendes, der 8. Mai 1945 das Datum des Tages der Befreiung von Krieg und Faschismus. Die Gräber der Wuppertaler Bombenopfer, der Kriegsgefangenen und der polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Norrenberg sind Zeugnis und ständige Mahnung aus dieser Zeit.
Niemals dürfen wir vergessen, zu welchen Verbrechen Politik fähig sein kann. Nach wie vor sind Mahnung und Wachsamkeit erforderlich gegen neofaschistische und rassistische Umtriebe in unserer Gesellschaft.

Mittwoch, 8. Mai 2019 – 17 Uhr
auf dem Friedhof Norrenberg,
Theodor-Fontane-Str. 52,
Wuppertal-Heckinghausen

Ansprachen:

- Bürgermeisterin Bettina Brücher
- Sebastian Schröder (VVN/Bund der Antifaschisten)
- Christian Höhne (Pfarrer)

Musikalische Begleitung:
Bläserensemble Carmina venti

Festzustellen ist:

 Krieg - auch mit deutscher Beteiligung - und Terror sind immer noch Mittel zur Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen überall in der Welt.
 Krieg ist eine der Ursachen, dass Menschen aus ihren Heimatländern fliehen, um ihr Leben zu retten.
 die Völker, Kulturen und Länder sind von einem friedlichen und gleichberechtigten Miteinander noch weit entfernt.
 auch intoleranter religiöser Fundamentalismus ist einer der Gründe, weswegen Menschen aus ihren Heimatländern fliehen.
 die globale Wirtschaftskrise führt zu Protektionismus, nationalstaatlichem Denken und zum Abbau sozialer Errungenschaften und zwingt andere Volkswirtschaften zur sozialen Verarmung.
 auch existenzielle Armut, u.a. verursacht vom Menschen verursachte Klimawandel, gehört zu den Ursachen, weshalb Menschen aus ihren Heimatländern fliehen.

Fortsetzung Rückseite

 Neonazismus und Rassismus sind in unserem Land in verschiedenen Erscheinungsformen noch immer gegenwärtig und sogar in unseren Parlamenten vertreten.
 Neonazis und andere rechtsextreme Gruppierungen hetzen gegen Menschen, die hier Zuflucht suchen und werden immer wieder gegen sie gewalttätig.

Notwendig ist:

• ein gesellschaftliches Klima, das durch weitgehende soziale Gerechtigkeit solchen Tendenzen den Nährboden entzieht.
• ein gesellschaftliches Klima, das durch einen lebendigen demokratischen Austausch die demokratischen Grundlagen fördert
• ein gesellschaftliches Klima in dem es selbstverständlich ist Zuflucht suchende Menschen freundlich aufzunehmen, in dem sich ein friedliches und solidarisches Miteinander der Menschen und Kulturen entwickeln kann.

Wir rufen daher dazu auf:

 die politischen Parteien und die Wirtschaft in Deutschland aufzufordern, sich für gerechtere Strukturen des Wirtschaftssystems, die Schöpfung bewahrende Maßnahmen und friedliche und gewaltfreie Lösungen von Konflikten einzusetzen.
 Erziehung, Bildung und Kultur zu fördern und den Menschen nicht zum Wirtschaftsfaktor verkommen zu lassen.
 Insbesondere die junge Generation zum Engagement gegen Krieg, Rassismus und Gewalt und für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu ermutigen.

Den Aufruf zur Mahn- und Gedenkveranstaltung unterstützen bisher:
Vereinigte Evangelische Kirchengemeinde Heckinghausen (Veranstalter);
Evangelische Kirchengemeinden Cronenberg, Elberfeld-Südstadt, Elberfeld-West, Gemarke-Wupperfeld, Langerfeld, Ronsdorf, Schellenbeck-Einern. Sonnborn, Uellendahl-Ostersbaum, Unterbarmen-Süd; Bezirksverein Heckinghausen e.V., Heidter Bürgerverein e.V.; DGB-Stadtverband Wuppertal; Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW; Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband und Ratsfraktion; DIE LINKE, Kreisverband und Ratsfraktion; DKP-Kreisorganisation; SPD-Fraktion im Rat der Stadt; Piratenpartei Kreisverband Wuppertal, Wählergemeinschaft für Wuppertal in Heckinghausen; Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft; Humanistischer Verband Wuppertal/Bergisches Land; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten; Verein Spurensuche – NS-Geschichte in Wuppertal e. V.; Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

    • Kontakt

      Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
      Bendahlerstraße 29
      42285 Wuppertal

      Tel.: 0202/563-2759
      Fax: 0202/563-8178

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